Charly 13. Dezember 2009
Liebe Mitglieder der ÖVP-Ortspartei,
Ich bin verwirrt über den seltsamen Tonfall in der Dezember-Aussendung. Natürlich ist es gut wenn man auf eine erfolgreiche Bilanz verweist. Und -das ist schon gut so- sollen Politiker ihr Licht durchaus nicht unter den Scheffel stellen. Die “Leut” sind allzu vergesslich und so schadet es nicht, Ihnen von Zeit zu Zeit eine Bilanz zu präsentieren.
In der Tat ist viel geschehen auf das die Vertreter des GR stolz sein können. Strassen (rückbau), verkehrsberuhigende Maßnahmen, Ortsbildverschönerungen – alles tolle Vorhaben, die der Gemeinde gedient haben.
ABER! Hand auf´s Herz diese Maßnahmen werden nicht noch toller oder noch schöner, wenn man im gleichen Atemzug, in dem man sie erwähnt mehr oder weniger subtil auf die “Vorregierung” hinhaut.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Anstatt sich reinen Herzens zu freuen muss immer dieser völlig destruktive Seitenhieb erfolgen. Leute! Lasst´s doch diese Streiterei, das ist nicht nur unchristlich und steht damit im Widerspruch zur ÖPV-Grundideologie, sondern macht noch dazu ein schlechtes Bild bei den Gemeindebürgern.
Komplett pervertiert wird dieses Gehabe, wenn auf Seite 5 in Zeile 3 das MITEINANDER hervorgehoben wird und schon in Zeile 9 auf die Vertreter der Opposition so hingedroschen wird, dass ein MITEINANDER nicht mal mehr mit gutem Willen erkennbar ist.
Selbst wenn es stimmte, was Herr Z. von sich gibt, meine Herren das ist jetzt fast 5 Jahre her, fällt ihm nichts anderes ein, als die SPÖ schlecht zu machen? Schaut so eine konstruktive Gemeindepolitik aus? Heißt das mit “gutem Vorbild vorangehen”?
Genaugenommen ist die gesamte Seite 5 reine Papierverschwendung… Dass es auch anders geht, beweisen die Seiten davor und danach, da wird ganz klar Bilanz gezogen (wie es der Titel verspricht) und aufgezählt was alles passiert ist. OHNE irgendjemanden zu diffamieren.
Vielleich noch mit Ausnahme der Zahlenspiele auf Seite 2.
Dass der Bau einer Volksschule ein jedes Gemeindebudget über Gebühr strapaziert, leuchtet ein. Schon vergessen, dass Ihr damals argumentiert habt, dass bei dieser enormen Belastung in Zukunft überhaupt keine neuen Investitionen mehr möglich sein werden?
Dass wir bis zum Nimmerleinstag die Schulden für die Volksschule werden abbezahlen müssen?
Na bitte, heute haben wir eine neue Schule UND trotzdem war es möglich gut zu wirtschaften.
Danke dafür!
Ich werde diese Kolumne als mündiger Gemeidebürger weiterführen. Gerne lese ich die Aussendungen aller wahlwerbenden Parteien. Weniger gerne werde ich Zeuge von billiger Polemik und effekthascherischem Gezank. Daher habe ich mich entschlossen diese Kolumne ins Leben zu rufen.
KARL Exler