Eine Betrachtung über das “Vater Unser”

Ich weiß, dass man mich für diesen Text vor 300 Jahren verbrannt hätte. Gut, dass unsere Gesellschaft heute liberaler ist, so wage ich es sogar ihn zu veröffentlichen:

Ich mag nicht mehr an den einen Gott, seinen Sohn und den Heiligen Geist glauben. Es widerstrebt mir. Ich will diese drei als Qualitäten erkennen. Die buddhistische Idee, dass in jedem von uns “das Göttliche” wohnt und wir es nur zu pflegen brauchen um uns (spirituell) zu entwickeln, fasziniert mich. Es braucht für dieses Modell keine großartigen Heilsgeschichten, es ist selbstbestimmter und spricht die Eigenverantwortung des Menschen an.

Andererseits widerstrebt mir der Gedanke zu konvertieren. Also was bleibt mir? Ist es vielleicht möglich die christlich-katholische Idee mit der -aus meiner Sicht- erwachseneren buddhistischen Idee zu verheiraten?

Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf als ich nach einem langen Arbeitstag nicht einschlafen konnte.

Was, wenn Vater, Sohn und Heiliger Geist nicht überirdische, weit entfernte spirituelle Wesen sind, sondern mein Alter Ego ? Kann es sein, dass das Vater Unser ein Aufruf zu Selbstverantwortung und liebevollem Umgang mit unseren Mitmenschen ist? Das mit dem Vater der/die Weise in uns angesprochen ist. Jenes spirituelle ICH, das in allen von uns wohnt.

Hier ein erster Interpretationsversuch:

 

Vater Unser im Himmel, Ich anerkenne, dass ich ein Alter Ego habe, dass ich neben meiner intellektuellen Persönlichkeit auch aus wesentlichen spirituellen “Teil-Persönlichkeiten” bestehe.
Geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme. Ich akzeptiere, dass meine spirituellen Teilkomponenten ein Mitbestimmungsrecht in meinem Alltag haben, dass sie genauso entscheidungsbefugt sind, wie der intellektuelle  Geist….
Dein Wille geschehe,
Wie im Himmel, so auf Erden. …das zu jeder Zeit und nicht nur in bestimmten Situationen. In meiner Freizeit, im Business, um Umgang mit allen Menschen.
Unser tägliches Brot gib uns heute, Ein Aufruf zu vertrauen. JA, ich will essen und keinen Hunger leiden, JA, ich will meinen Teil dazu beitragen –  aber auch darauf vertrauen, dass mir gegeben wird, wenn ich Not leide.
Und vergib uns unsere Schuld, Nimm zur Kenntnis, dass Du nicht perfekt bist und dass Dir Fehler passieren können. Steh dazu und versuche mit jenen, denen Du Unrecht getan hast, wieder in’s Reine zu kommen.

Sei nicht nachtragend! Sei liebevoll und vergib jenen, die Dir Unrecht tun.  

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, Zweierlei Seelen wohnen, ach in meiner Brust. Wie oft wissen wir was richtig wäre, tun aber das andere. Seien wir uns dessen bewusst, dass dies so ist. Akzeptieren wir diese beiden Seelen aber streben wir immer nach der richtigen Entscheidung. Wenn ich diesen Kampf, Gut gegen Böse annehme und mich mehr und mehr für das Gute entscheide, dann wird mein Leben nach und nach gesegneter.
Sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft Wenn ich so lebe, werde selbstbestimmt. Ich werde unabhängig von anderen und in meiner Mitte ruhen, kraftvoll und verantwortungsvoll.
und die Herrlichkeit, in Ewigkeit.
Amen. Amen

 

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Die Partei des kleinen Mannes .. oder doch Fahnenhalter für die Konzerne?

Die FPÖ stellt sich gerne als “Partei des kleinen Mannes” dar – für Frauen hat sie ohnehin weniger übrig. Misst man sie allerdings an ihren Taten und am konkreten Stimmverhalten im Parlament, ergibt sich ein ganz anderes Bild: nämlich das Bild einer Partei, der die Interessen der Banken, der Millionäre und der Wohnungsmakler wichtiger sind als die Interessen der überwiegenden Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher. Wäre die FPÖ in der Regierung, gäbe es keine Bekämpfung von Lohn- und Sozialdumping, keinen Ausbau des Pflegefonds, keine Begrenzung von Steuerprivilegien für Manager und keinen Beitrag der Banken zur Krisenrettung.

Die FPÖ stimmte GEGEN:

Pflegegeld/Pflegefonds

Am 11. Dezember 2014 stimmte die FPÖ gegen die Erhöhung des Pflegegeldes ab dem Jahr 2016. Einem Ausbau des Pflegefonds, mit dem mobile, stationäre und teilstationäre Dienste weiter ausgebaut werden, stimmte die FPÖ am 4. Juli 2013 als einzige Partei nicht zu. Schon bei der Einführung am 8. Juli 2011 stimmte die FPÖ dagegen.

Mindestsicherung

Die Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung zur Armutsbekämpfung war ein sozialpolitischer Meilenstein. Die FPÖ stimmte dagegen. (7. Juli 2010)

Unterstützung beim Job-Wiedereinstieg

Gegen eine Erhöhung der Mittel zur Unterstützung für den Wiedereinstieg älterer arbeitsuchender Menschen in der Höhe von 350 Millionen Euro bis zum Jahr 2016 votierte die FPÖ am 27. März 2014.

Paket gegen Lohn- und Sozialdumping

Am 20. November 2014 wollte die FPÖ ein Gesetz verhindern, das Lohn- und Sozialdumping stärker bekämpft, etwa durch die Anhebung von Strafen und eine automatische Information bei Unterentlohnung.

Überbrückungsgeld für Bauarbeiter

Gegen die Möglichkeit für Bauarbeiter, vor Antritt einer Pension Überbrückungsgeld zu beziehen, um eine Schwerarbeitspension zu erhalten, stellte sich die FPÖ am 10. Juli 2014.

Begrenzung von Luxuspensionen

Keine Zustimmung gab es von der FPÖ zur Begrenzung besonders hoher Sonderpensionen (“Luxuspensionen”) am 12. Juni 2014.

Ärzteausbildung für bessere medizinische Versorgung

Einer Verbesserung der ÄrztInnenausbildung und Attraktivierung des Ärzteberufs verwehrte die FPÖ am 23. Oktober 2014 ihre Zustimmung.

Modernes Fortpflanzungsmedizingesetz

Das Fortpflanzungsmedizingesetz, das gegen Diskriminierung lesbischer Paare vorgeht und Familien bei ihrem Kinderwunsch unterstützt, fand am 21. Jänner 2015 keine Unterstützung der FPÖ.
“Selbst, wenn jemand aus ei­gener Freiheit einen Lebensentwurf wählt, der es von Natur aus, also prinzipiell aus­schließt, dass daraus jemals ein eigenes Kind entspringen kann, wie das halt bei gleich­geschlechtlichen Paaren der Fall ist – ob Ihnen das in Ihrer Aufgeklärtheit passt oder nicht, es ist nun einmal so –, selbst dann bekommt er jetzt von Ihnen das Recht auf ein Kind zugesprochen. Das ist ein an den Haaren herbeigezogenes Recht und kein tatsächliches, und Sie versteigen sich hier ungeheu­erlich! Sehen Sie nicht, dass Sie damit die Natur komplett verdrehen?! Sehen Sie das nicht?!” Herbert Kickl in der Debatte zum Fortpflanzungsmedizingesetz.

Nichtraucherschutz

Gegen die Gesundheit der BürgerInnen und vor allem der MitarbeiterInnen in Gastronomiebetrieben sprach sich die FPÖ bei der Debatte am 23. April 2015 zum Rauchverbot in Lokalen aus.

Europäische Sozialcharta für bessere Arbeitsbedingungen

Am 31. März 2011 stimmte die FPÖ gegen die Ratifikation der “Europäischen Sozialcharta”, in der unter anderem das Recht auf gerechte Arbeitsbedingungen, das Recht auf soziale Sicherheit, das Recht auf ein gerechtes Arbeitsentgelt und das Recht der Kinder und Jugendlichen auf sozialen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Schutz geregelt sind.

FPÖ-Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein während der Debatte: “Bei einer zweiten Betrachtung ist es dann aber schon so, dass man sieht, dass damit auf eine Entwicklung innerhalb der EU in Richtung Sozialunion abgezielt wird. Es droht also sozusagen eine Auflösung der Republik, eine Entstaatlichung unserer eigenen Republik hin zu einem Zentralstaat Europa/EU. Und das ist etwas, dem wir nicht sehr viel abgewinnen können.”

Streichung von Steuerprivilegien für Konzerne und Manager

In der Sitzung vom 13. Februar 2014 stimmte die FPÖ gegen eine Vielzahl von Bestimmungen, die einen gerechten Beitrag der Vermögenden zur Krisenbewältigung bringen: die Streichung von Steuerprivilegien für Konzerne (Gruppenbesteuerung), die Streichung von Steuerprivilegien für Managergehälter über 500.000 Euro und den Solidaritätsbeitrag von Menschen mit besonders hohem Einkommen.

Bankenabgabe

Mit der Erhöhung der Bankenabgabe auf 640 Millionen pro Jahr leistet der Finanzsektor seinen Beitrag zur Krisenbewältigung. Die FPÖ war am 13. Februar 2014 dagegen.

GmbH “light”

Die GmbH light hilft bei der Neugründung von Unternehmen, gleichzeitig wurde ein Steuerschlupfloch für bestehende GmbHs geschlossen. Gegen die Stimmen der FPÖ (13. Februar 2014).

Gegen die Steuerhinterzieher – Steuerabkommen mit der Schweiz

Die FPÖ geriert sich immer wieder als “Schutzpatron der Steuerhinterzieher”, etwa wenn sie, wie am 6. Juli 2012, gegen das Steuerabkommen mit der Schweiz stimmte, mit dem hinterzogenes Geld, das in der Schweiz liegt, dem österreichischen Budget zugeführt wird.

Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Das EU-Parlament beschloss am 29. April 2015 ein rascheres Ausbezahlen der Mittel für die europäische Jugendbeschäftigungsgarantie, um die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen Mitgliedstaaten schneller zu bekämpfen. Weder dieser Beschluss noch die Schaffung der Jugendgarantie insgesamt fanden die Zustimmung der FPÖ.

Senkung der Maklergebühren

Mit einer Petition wollte die FPÖ 2011 erreichen, dass die seit 2010 geltende Beschränkung der Maklergebühren auf höchstens zwei Monatsmieten wieder zurückgenommen wird. Mit folgender Begründung:
“Die Änderungen sind für viele Immobilienmakler existenzbedrohend und haben mittlerweile auch zu erheblichen Umsatzeinbußen in der Branche geführt.”

Gratis verpflichtendes letztes Kindergartenjahr

Der Nationalrat beschloss das Gratis-Kindergartenjahr, das für alle Kinder verpflichtend ist. Eine wichtige Maßnahme, damit alle Kinder bei Schuleintritt ausreichend Deutsch können. Die FPÖ stimmt dagegen.
“Gratis-Kindergartenjahr nur für Österreicher”, sagt FP-Obmann Strache (17. Juni 2009).

Kampagne gegen Frauendiskriminierung

Die FPÖ befindet es nicht für wert, die Kampagne “He for She” der UNO zu unterstützen, die Männer dazu auffordert, gemeinsam aktiv für Gleichberechtigung zu kämpfen. Einen dementsprechenden Entschließungsantrag am 21. Mai 2015 unterstützte die FPÖ nicht.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Die FPÖ stimmte am 9. Juni 2015 im EU-Parlament gegen den Bericht über die EU-Gleichstellungsstrategie 2016-2020. Dieser fordert unter anderem die Verringerung des Lohngefälles zwischen Frau und Mann.

Töchter in der Bundeshymne

Am 22. November 2011 einigte sich der Verfassungsausschuss darauf, in der Bundeshymne nach jahrelangen Debatten neben den großen Söhnen auch die großen Töchter zu würdigen. Die FPÖ wehrte sich vehement dagegen.

Ausweitung der KünstlerInnensozialversicherung

Mit dem Beschluss über den erweiterten Zugang zur Künstler-Sozialversicherung können etwa 500 KünstlerInnen zusätzlich von der Sozialversicherung profitieren. Am 11. Dezember 2014 stimmte die FPÖ dagegen.

“Wir sind der Meinung, dass wir schon eine ausreichende bestehende Regelung haben und es ohnehin eine Bevorzugung von Kunstschaffenden gegenüber normalen selbständigen Einzelunternehmen gibt.” Wendelin Mölzer in der Debatte am 11.12.2014.

Neue Mittelschule

Die Neue Mittelschule wurde am 29. März 2012 in das Regelschulwesen übernommen. Die Neue Mittelschule bietet individuelle Förderung, Unterricht in Schülergruppen und Teamteaching. Die FPÖ stimmte gegen die Einführung des neuen Schultyps.

Zentralmatura

Die FPÖ stimmte am 21. Oktober 2009 gegen die Einführung der Zentralmatura.

Tägliche Turnstunde

Die Qualitätsoffensive an ganztägigen Schulen, die unter anderem die tägliche Turnstunde und damit einen wichtigen Beitrag zur Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen mit sich bringt, wurde am 25. Februar 2015 von der FPÖ abgelehnt.

ArbeitnehmerInnenvertretung

Gemeinsam mit den Neos und dem Team Stronach machte sich die FPÖ am 23. April 2015 für die Abschaffung der Arbeiterkammer und damit gegen eine starke Vertretung der ArbeitnehmerInnen stark. Der Antrag fand keine Mehrheit.

Entwicklungszusammenarbeit

Die FPÖ stimmte am 11. Dezember 2014 gegen den Vorschlag, die Entwicklungshilfe zumindest auf gleichem Niveau zu belassen und sie nicht zu kürzen und spielt dabei unterschiedliche Gruppen gegeneinander aus:

Johannes Hübner, außenpolitische Sprecher der FPÖ in einer Aussendung vom 21.5.2014: “Die FPÖ ist die einzige Fraktion im Hohen Haus, die die gängige Entwicklungszusammenarbeit nicht nur in Frage stellt, sondern auch eine Erhöhung der Gelder hierfür entschieden ablehnt.”

Die FPÖ als Beschützer der Reichen und Wohlhabenden
HC Strache zu Reichensteuer:

• “Ich bin gegen eine Reichensteuer, sondern für eine Spekulationssteuer.” (Kurier 22.8.2010)

• “Ich bin gegen klassische Vermögenssteuern, das ist Enteignung und Marxismus.” (Ö1 Mittagsjournal, 21.8.2013)

HC Strache verteidigt Stiftungsprivilegien

• “Es wäre verrückt, neue Stiftungsgesetze zu machen und ein Stiftungskapital von 60 Milliarden Euro zu gefährden. Das würde Österreich nicht weiterhelfen. Was ich aber immer kritisiert habe, ist die Halbierung des Einstiegssteuersatzes. Da würde ich den Steuersatz wieder anheben.” (Kurier, 22.8.2010)

HC Strache zu Steuersenkungen beim Höchststeuersatz

• “Ich halte nichts davon, immer nur neue Steuern zu überlegen. Ich würde die Steuern sogar deutlich senken, auch den Höchststeuersatz.” (NEWS, 5.8. 2010)

Barbara Kappel (jetzt EU-Abgeordnete) für Massensteuern

• Wenn Sparen nicht ausreicht, bei Massensteuern ansetzen: “Jedenfalls müssen in einem ersten Schritt alle Reformmaßnahmen vorgenommen und das gesamte Sparpotenzial ausgeschöpft werden. Und wenn das nicht ausreicht, kann man nur auf eine der großen Massensteuern gehen. Das eine ist die Mehrwertsteuer, das andere die Lohnsteuer.” (Salzburger Nachrichten, 29.12.2011)

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Haus zu vermieten

Renoviertes Haus (ca. 75m2) mit 3 Zimmern – unmöbliert & Nebengebäude , großes Grundstück (1000m2, davon ca. 600m2 Garten), KFZ-Abstellplatz, langfristig zu vermieten.

Das Haus wird mit einem Holzofen mit Heiztasche, an dem 5 Radiatoren angebunden sind, geheizt und hat daher sehr geringe Betriebskosten.

weitere Bilder

Der Garten weist Obstbaumbestand auf, Gemüse und Blumenbeete, kann vom Mieter individuell angepasst und soll gepflegt werden.

S-Bahnanschluß, Dank neuer Nordautobahn in nur 15 min. zur SüdOst-Tangente.

Interessenten wenden sich bitte unter Nennung von Namen, Telefonnummer und E-Mail an wienerstrasse@ulrichskirchen.net.

Voraussichtlicher Besuchstermin ist, Samstag, 29. Juli.

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schlachten wir das falsche Schwein?

Und wieder erschüttert ein Terroranschlag Europa. Es trifft Madrid, London, Paris und nun auch Brüssel. Offensichtlich richtet sich die Wut der Terroristen gegen die EU als Inbegriff einer Institution, die es zu bekämpfen gilt.

Die Frage ist: Gelten diese Anschlaege wirklich der EU? Oder ist die EU nur ein Platzhalter für eine Einstellung, für eine Gesinnung. Viele meine Freunde und Bekannten waren für die EU, dann wieder dagegen. In jüngster Zeit merke ich, dass die Pro-EU-Stimmung wieder merklich abnimmt.

Aber schlachten wir da nicht das falsche Schwein?
Geht es wirklich um die EU als Verkörperung des Bösen?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass ein Staatenbund, wie auch immer er heißt und wieviele Staaten ihm auch immer innewohnen, nichts ist als ein lebloses Gedankenkonstrukt. Erst die Menschen die beginnen, dieses Konstrukt zu beleben geben ihm eine Seele und Inhalt.

Als ich seinerzeit für die EU gestimmt habe, hatte ich die Vision eines Europas, das sozialer agiert als die USA und das den USA als Gegengewicht dient. Ein Europa in dem die Menschen noch zählen und nicht alles dem Kapital untergeordnet ist. Ist es die EU, die sich an die USA angebiedert hat, oder waren es die Menschen ?

Ich behaupte: Die EU kann nichts dafür. Sie ist der falsche Sündenbock. Es liegt an uns Menschen das Konstrukt mit der uns angenehmen Ideololgie zu füllen.

Nun, wenn es aber nicht die EU ist, wer ist es dann?

Sind es am Ende wir selbst? Oder genauer formuliert unsere Werte? Jene Werte, die unser Tun und Handeln bestimmen?
Die Nichiren-Buddhisten sagen: Alles geht zurück auf Ursache und Wirkung.
Kann es sein, dass viele von uns diese Grundwahrheit vergessen haben?

Hier ein paar Fragen:
– Ist es in Ordnung, wenn sich von uns gewählte Volksvertreter hinstellen, eine 5-stellige Zahl aus dem Ärmel schütteln und dann sagen, dass damit das Fass voll sei?

– Was ist mit der politischen Ordnung in Europa, mit (von Menschen errichteten) Grenzen? Diese Erde, auf der wir leben kam so lange ohne Grenzen aus – wer hat das Recht sich zu erdreisten, dass diese Grenzen bis zum Nimmerleinstag unveränderlich sein müssen?

– Dass “uns” Deutschen, Österreichern, Europäern dieses Land auf dem wir wohnen “gehört”?

– Wann hat ich zuletzt ein Politiker vor die Presse gestellt und gesagt: “Ich habe diese Entscheidung mit dem Herzen getroffen. Ich kann NICHT mit Zahlen belegen, dass sie zu Erfolg führt, aber ich fühle, dass es richtig ist!”

Ich möchte nicht “antiaufklärerisch” wirken, werde aber das Gefühl nicht los, dass wir alle miteinander zu sehr im Kopf sind. Zu Lasten von Menschlichkeit und Mitgefühl.

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Der Kunde ist König! Ist der Kunde König?

Um bei einen Gangrad den hinteren Zahnkranz zu lösen benötigt man eine Kettenpeitsche und einen “Abzieher“. Beides habe ich.

Also beschloss ich gestern bei meinem Rad den schon lange überfälligen Wechsel vorzunehmen und kaufte einen neuen Zahnkranz. In der Werkstatt merkte ich, dass mein Abzieher für meine Schaltung offenbar nicht geeignet ist. Dieser lange Dorn, der da herausschaut, passte nicht zu meiner Nabe (Dual-Drive/Innenschaltung).

Um fachmännischen Rad-Rat einzuholen und gegebenenfalls ein geeignetes Werkzeug zu kaufen bin ich also samt Werkzeug und Hinterreifen in ein nahegelegenes Fachgeschäft am Nestroyplatz gepilgert und mit dem dortigen Verkäufer entspann sich folgender Dialog:

Ich: Guten Tag, darf ich Sie um einen Rat bitten?
Verkäufer: hm ?
Ich: möchte gerne diesen Zahnkranz demontieren, habe aber ein Problem mit diesem Werkzeug. (zeige ihm meinen Abzieher)
Verkäufer: murmelt (verächtlich) “SRAM”  (das ist der Hersteller der Schaltung)
Ich: Ja?
Verkäufer: Sie möchten also diesen Kranz demontiert haben?
Ich: Ich bastle gerne, und würde ihn gerne selbst demontieren, darf ich bitte kurz mit dem Mechaniekr sprechen:
Verkäufer: Auf keinen Fall, außerdem geht der in 10 Minuten heim.
Ich: Bitte! Sie kennen mich doch – ich habe auch schon viel gekauft bei Ihnen
Verkäufer: kommt nicht in Frage – außerdem: sie sind doch so ein Bastler
Ich: (traurig und ang´fressn) Es tut mir leid. Ich verstehe Sie nicht.

Ich bin dann wieder in die Werkstatt, habe nach “SRAM und Zahnkranz-Demontage” gegoogelt, beim ersten Link festgestellt, dass das Abziehwerkzeug in dem Fall etwas anders ausschaut, habe meines entsprechend angepasst (kaputt gemacht) und konnte dann die Reparatur doch noch durchführen

Übrigens: Der Name des “Fachgeschäftes” scheint identisch zu sein mit dem Pferd von Winnetou. Und so, wie ich vermutlich nie wieder einen Teil von Winnetou anschauen werde, werde ich vermutlich auch nie wieder diesen mürrischen Typen besuchen gehen.

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Hat sich Europa verschätzt?

Am 31.7. 2015 überschlägt sich die Deutsche Wirtschaftszeitung mit folgenden Schlagzeilen:

Princeton Studie: Die USA sind keine Demokratie mehr.
Merkel in der Klemme: Der IWF verweigert weitere Griechenland Kredite
EZB: Euro entwickelt sich nicht wie geplant
Griechenland: Varoufakis soll wegen Hochverrat angeklagt werden.

Immer wenn Systeme im Sterben liegen eskalieren sie nochmals und schlagen wild um sich.
Aber welches System ist es, das da im Sterben liegt? Die Demokratie, das Bankenwesens etwa gar Europa?

Es ist der globale Geldwahnsinn, mit all seinen abartigen Wucherungen. In der derzeitigen Situation zeigt sich, wie fatal es ist Länder mit völlig different Wirtschaftsleistungen unter einem Währungsbaldachin zusammenzufassen ohne Ausgleichsmechanismen zu haben.
Außerdem scheint mir, dass es scheinbar nicht möglich ist allzugrosse Strukturen effizient und unter Wahrung der Würde der betroffenen Menschen zu managen. Mit anderen Worten: Die Schwäche der EU ist in Ihrer Groesse zu finden. Wenn aber die Groesse die Ursache fuer die Schwaeche ist, dann kann Staerke, no na, nur durch “small is beautiful” erreicht werden.
“Haben wie eh schon immer gesagt”, werden nun die EU/Gegner sagen.
“Nun, offenbar habt Ihr Recht” , werde ich dann antworten.

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über die DORFGEMEINSCHAFT

Die viel zitierte “Dorfgemeinschaft”, so wurde mir vor Kurzem klar, birgt hintergründig und gut verborgen mehr Ausschliessendes als Verbindenes.

Abgesehen davon, dass in den meisten Dörfern Tujenhecken und Rollläden das Dorfbild bestimmen und sich die Bevölkerung eh nur mehr zu Kirchgang und zum Feuerwehrheurigen trifft, die Dorfgmeinschaft also meistens nur mehr in der Fantasie mancher Altvorderen besteht.

Also mal ganz abgesehen davon und angenommen es wäre noch alles beim Alten und es gäbe sie noch die traditionelle “Dorfgemeinschaft”, also vorwiegend Landwirtschaft, wenig Pendler, zum 12 Uhr Läuten kommen die Bauern vom Feld. Manche am Leiterwagen mit den Rössern “Fritzl” und “Franzl” vorgespannt, manche mit dem geschulterten Rechen durch die Viehtrifft heimwärts wandernd, dabei fröhlich plaudernd die letzen Entgleisungen des Huber-Bauern belachend.

Wenn es dieses Bild also noch gäbe, was drückt dann der Begriff “Dorfgemeinschaft” aus? Ist es nicht ein Paradoxon im selben Wort die “Gemeinschaft” zu beschwören und sie im selben Atemzug durch das Hinzufügen des Begriffes “Dorf” wieder massiv einzuschränken? Kehrt sich die Bedeutung dadurch nicht sogar um? Wird aus dem vordergründig positivem Begriff nicht ein Affront? Wir gegen die anderen. Alle gegen uns. Mit denen aus dem Nachbardorf? Aber nie! Wir haben eh unsere eigene Dorfgemeinschaft.

Der Begriff manifestiert Außengrenzen wo keine sein müssten und animiert die Menschen diese zu verteidigen. Selbst wenn es keine Angreifer gibt. Auf diese Art kann sogar ein friedlicher Nachbar zum Angreifer werden. Sehr gut, dass wir dann -im Falle eines Angriffes durch bösartige Nachbarn unsere Dorfgemeinschaft haben.
Sie bietet uns Schutz und das Gefühl nicht alleine zu sein.

Teile und Herrsche!

Wieder und wieder, wiederholt sich dieses alte Modell. Durch das Beschwören der Dorfgemeinschaft wird die Bevölkerung -vornehmend die ländliche- in kleine gut beherrschbare Einheiten geteilt. Niemand hat Interesse an selbstermächtigten Menschen, die in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung miteinander gut leben.

Ich plädiere dafür die “Dorfgemeinschaft” abzuschaffen und durch eine erdumspannende Liebe zu allen Menschen zu ersetzen.
HOW

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Irischer Folk – Möge die Strasse uns zusammenführen

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Pegida… ein paar instrumentalisierte Deppen?

Einen Text, der mich soeben per Mail erreichte möchte ich gerne über meinen Forum einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen:

…Interessant, daß schon wieder nur ein paar Stunden nach diesem grausamen Gemetzel die genauen Täter identifiziert werden konnten. Erinnert sich noch jemand an 9/11? Da wusste man auch nur Stunden nach dem unfassbaren Geschehen, wer für die Tat verantwortlich ist und die Fäden in der Hand gehabt haben soll. Dreizehn Jahre danach glaubt zwar kaum ein kritisch denkender Mensch mehr an die offizielle (Verschwörungs)-Darstellung der vernichteten drei WTC-Türme, doch immer noch wird in Berichten von “Terroranschlägen” gesprochen/geschrieben. Als handfester Beweis diente damals ein Pass, der angeblichen Kidnapper, welcher in den Trümmern der wegen extrem großer Hitze geschmolzenen Stahlträger der Türme gefunden worden sein sollen… Papier überlebt Hitze, in der Stahl schmilzt…

Nun in Paris fand sich schon wieder – Unachtsamkeit der Täter sei Dank – ein Personendokument auf den Sitzen des Fluchtautos…

Zwischen 9/11 und Paris sollten wir doch ein wenig klüger geworden sein. Nicht zuletzt wegen Wikileaks und den verantwortungsvollen Enthüllungen Edward Snowdons – und vor allem der Umgang sämtlicher westlicher Staaten damit, die ja bei jeder Gelegenheit ihre westlichen Werte vor sich hertzuragen. Dazwischen gab es ein Gemetzel im Irak, in Libyen, in Syrien und die ganz bewusst aus dem Hut gezogene Terrorarmee Isis, deren Erfindung sicherlich keine marodierenden Söldner, die sich irgendwo zusammentaten und professionellst Krieg gegen Armeen aus der halben Welt führen.
WAS für ein Leckerbissen für den militärisch industriellen Komplex, der schon zu Zeiten Präsident Eisenhower’s ein Problem darstellte, mittlerweilen aber die ganze Welt destabilisierend in Atem hält, sogar seit Jugoslawien und jetzt auch in der Ukraine in Europa…
Mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen. Denkt bloß mal nach, warum jetzt an allen Orten (vor allem in Washington, London, Paris, Berlin etc.) Steigerungen von Rüstungsausgaben gefordert werden. So, als ob diese nicht ohnedies schon in widerwärtigsten Höhen wären.
Ich hoffe, Ihr kümmert Euch mal ordentlich darum, was möglicherweise mehr die Menschenrechte scheibchenweise vernichtet (und bereits vernichtet hat – siehe z.B. Patriot-Act in USA), als es einzelne Wahnsinnige zu tun vermögen. Ein Schelm wer so Böses denkt, all dies könnte möglicherweise gar nicht so unerwünscht sein…

Sehr erhellend dazu die auf Youtube befindlichen Beiträge des unter sieben US-Präsidenten als täglicher sicherheitsberichterstattender CIA-Offizier Ray Mc.Govern.

HOW!

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Johnny Cash – Walk the line

I keep a close watch on this heart of mine
I keep my eyes wide open all the time
I keep the ends out for the tie that binds
Because you’re mine, I walk the line

I find it very, very easy to be true
I find myself alone when each day is through
Yes, I’ll admit that I’m a fool for you
Because you’re mine, I walk the line

As sure as night is dark and day is light
I keep you on my mind both day and night
And happiness I’ve known proves that it’s right
Because you’re mine, I walk the line

You’ve got a way to keep me on your side
You give me cause for love that I can’t hide
For you I know I’d even try to turn the tide
Because you’re mine, I walk the line

I keep a close watch on this heart of mine
I keep my eyes wide open all the time
I keep the ends out for the tie that binds
Because you’re mine, I walk the line

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